karinsocke

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- Blende (Müllschlucker)

Doppelte Kragenblende

Dienstag, 21. Februar 2012


Hier kommt mal eine Beschreibung mit Fotos zum Anbringen einer Doppelten Kragenblende an der Strickmaschine - völlig nähfrei!

Wenn die Pulliteile fertig gestrickt sind, wird eine Schulternaht geschlossen und dann an der Maschine ungefähr ausgemessen, wie breit die Blende sein muss. ich messe immer so an, dass ich den Halsausschnitt so an die Maschine halte, dass alles leicht gebogen nach unten hängt, also nicht straff genmessen.


Nun mittels Kontrastwolle per Schnellanschlag die Halsausschnittblende anschlagen, einige Reihen stricken, eine Reihe Nylonfaden (hab hier mal Filethäkelgarn in dunklerem rot genommen) und dann mit der Originalwolle weiterstricken. Dabei in jeder Reihe die MW um einen Tick kleiner stellen bis die gewünschte einfache Höhe der Blende erreicht ist.
Nun kommt (falls vorhanden) der KG zum Bruch stricken in Einsatz. Also eine Reihe mit ausgeschalteter Elektronik (bzw ohne Lochkarte) in der letzten MW stricken.

Wer keinen Elektrikschlitten besitzt, kann auch eine Reihe mit dem Strickschlitten um mehrere Nummern größer als die letzte Reihe drüberstricken. Oder einfach Mausezähnchen machen. Auch die Mühe, alle Maschen für eine Reihe aufs Doppelbett zu wechseln, lohnt sich...
Und dann wird wieder die kleinere MW von der letzten Reihe vor dem Bruch eingestellt und die ganze Prozedur rückwärts gearbeitet, also in jeder Reihe einen Tick die MW erhöhen. Sieht dan so aus:


Und jetzt geht es an den Trick: Der Pulli wird mit der rechten Seite obenauf so auf die Maschine gelegt, dass der Halsausschitt zu dir zeigt...

und dann wird die Halsausschnittkante ins Maschengitter gepiekst (erst rechts und links am Rand der Blende, schön die Mitte suchen und alles schön verteilen) und die Nadelköpfe durchs Gestrick geschoben....


Wenn dann alle Nadeln durch die Halsausschnittkante gesteckt sind, werden die Maschen der ersten Reihe nach dem Nylonfaden in die Nadeln gehängt und die Nadeln ganz (auf E-Position) herausgezogen.

Wer möchte, kann jetzt schon den Nylofaden herausziehen; das Kontrastgestrick fällt dann ab. Wer sich das nicht traut, darf das auch erst nach Fertigstellung des Kragens machen.

Nachprüfen, ob alle Nadelzungen geöffnet sind und den Strickfaden wie auf dem Bild gezeigt in die Nadeln einlegen, aber nie breiter als der Nadelschieber

Mit dem Nadelschieber die Zungen schließen

und mit dem Nadelschieber dann die Nadeln ans Gestrick schieben

So Stück für Stück die ganze Breite der Blende bearbeiten.

Und nun wird der Nadelschieber erneut zum Werkzeug. Er wird nämlich als Stopper für die langen Maschen benutzt und auf die Maschine gelegt; Masche für Masche wird nun an dieses Nadellineal herangezogen. Es gehen auch zwei auf einmal...

Von vorne sieht das dann so aus:


Wenn alle Maschen durchgezogen sind, wird das Pulloverteil so umgeschlagen, dass es vor der Maschine hängt.

Nun mit der rechten Hand Zug an den Nadelfüßen machen und mit der linken Hand auch Spannung am Pulloverteil machen und es vorsichtig aus dem Maschengitter heben und die nun befreiten Nadeln auf E schieben. Vorsichtig Stück für Stück und unter ständiger Spannung arbeiten!



So, jetzt hast du es gleich geschafft! Nur noch die Maschen abhäkeln

und schon sitzt die Blende an deinem Pulli und der Halsausschnitt ist wunderbar eingefasst.

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saubere Blenden

So, heute zeige ich euch endlich mal, wie man die allerschönsten Blenden auf der Maschine anbringt. Hier anhand der Umrandung für den Topflappen. Diese Methode wende ich auch für Krägen und Verschlußblenden an, dann eben entsprechend auf re/li oder auch glatt re (evtl. mit Mausezähnchen) oder x-beliebigen Mustern an.

Erst nehmen wir Kontrastwolle und schlagen die entsprechende Mascheanzahl an, einige Reihen stricken, dann 1 Reihe Nylonfaden. Eine Reihe rechts mit Hauptfarbe, nun erst auf entsprechendes Muster übergehen. Wichtig: die erste Reihe immer re str., das erleichtert später das Hochhängen der ersten Reihe.... Jetzt wird die Blende in der gewünschten Höhe gestrickt. Weil sie doppelt gelegt wird, also die doppelte Höhe. Für Kleidungsstücke arbeite ich für den Umbruch entweder eine Reihe mit größerer Maschenweite, eine Linksreihe oder Mausezähnchen.

Nun legen wir das einzufassende Strickstück mit der rechten Seite obenauf auf die Strima und pieksen die Haken der Maschine durchs Strickstück.

Anschließend weeden die Nadeln durch das zu versäubernde Strickstück ein Stückchen durchgeschoben, dann die Grundreihe der Blende (nach dem Nylonfaden) in die Nadeln gehängt. Nun lange Maschen zum Abhäkeln (habe ich bereits beschrieben) machen...

Nun kommt ein kleines Kunststück: Das Strickteil von der Maschine weg nach vorne klappen, mit dem Daumen der rechten Hand die Nadelfüße nach hinten drücken und mit der linken Hand das Strickstück aus den Haken heben. Nadeln ganz rausschieben. Aufpassen, daß die Maschen auf den Nadeln bleiben! So die ganze Reihe nach und nach herausheben, so daß die langen Maschen anschließend abgehäkelt werden können.

Auf dem folgenden Bild seht ihr noch, daß ich für denAufhänger des Topflappens 25 M extra angeschlagen habe und für den zweiten Rand auch gleich die Maschen. Habe links und rechts für die Ecken immer auf Schlittenseite eine Masche zu- und nach der Mitte eine Masche abgenommmen. Die beiden anderen Seiten der Einfassung werden einzeln gestrickt.

Wenn alle Maschen abgehäkelt sind, wird der Nylonfaden herausgezogen, die Kontrastwolle fällt ab, und man darf stolz sein!

Viel Erfolg damit! Karin

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Blende, Vorderseite

Habe gestern vergessen, die Vorderseite der Blende zu zeigen. Das letzte Foto des gestrigen Eintrags zeigt die Rückseite. Guckt mal....

 

Sauber, gell? Ich finde, der Aufwand lohnt sich wirklich. Und man muß ja überhaupt nichts nähen. Außerdem verschwinden in einer solchen Blende evtentuelle Unregelmäßifkeiten.... Und falls man  einen Halsausschnit nachträglich ausschneidet, mit der Overlock oder mit Zickzackstich der Nähmaschine versäubert - hier kann man alles verstecken. So habe ich auch schon mal einen zu warmen Norwegerpulli in eine tolle Strickjacke verzaubert. Hex-hex!

Schönen Sonntag noch, Karin

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