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Doch nicht so gut

Kürzlich dachte ich, dass es mit mir aufwärts ginge. Aber so toll fühle ich mich momentan wirklich nicht. Habe fast den ganzen Tag Druck, versuche es länger auszuhalten und lande doch immer wieder auf dem Töpfchen (manchmal über 20 mal am Tag). Komisch ist auch, dass ich in gestreckter Körperhaltung (Stehen, Laufen, Liegen) verrstärkt den Druck verspüre und im Sitzen verschwindet der so ziemlich. Hab morgen mal einen Gesprächstermin bei meinem Chirurgen, weil mein Hausarzt meinte, dass das Verwachsungen sein könnten, die da blockieren und evtl. gelöst werden müssten. Mal hören, was der morgen sagt. 

Diese Problematik verursacht auch seit meiner Rückverlegung unwahrscheinliche Schlafstörungen, die mich momentan sogar auf Anraten meines Hausarztes zu Schlaftabletten greifen lassen, welche ich normalerweise total ablehne und auch schnellstmöglich wieder absetzen will. Oh, wie ich diesen Zustand hasse! Ich selbst würde jedem anderen zu mehr Geduld raten...



o.B.

Hatte heute meinen Termin beim Chirurgen und ihm mein Leid geklagt. Daraufhin hat er gleich eine Rektoskopie vorgenommen. Diese Untersuchung empfinde ich als sehr unangenehm, kam aber nicht darum herum. Das Ergebnis: ohne Befund, das heißt Onkel Doktor fand nichts außergewöhnliches, war mit meinem "inneren Anblick" offensichtlich äußerst zufrieden. Er nahm sich auch entsprechend Zeit für ein Gespräch mit mir, erklärte mir auch noch mal, welche Veränderungen durch die OP stattfanden und welche Untersuchungen ich wann und wo machen lassen muss. Demnächst steht noch eine CT, Blutuntersuchungen und eine Darmspiegelung an.

Er findet auch, dass meine sehr hohe Stuhlfrequenz nicht o.k. sei und empfahl mir, diese mit Immodeum oder einem ähnlichen Mittel einzudämmen. Seine sonstigen Ratschläge sind eigentlich schon Alltag bei mir: Dem Druck nicht gleich nachgeben und trainieren, es so lange wie möglich auszuhalten, damit der Dickdarm scih ein bisschen an seine neuen Pflichten gewöhnt. Ergebnis des Gespräches: Es wird zwar mit der Zeit noch etwas besser werden, aber nie mehr so wie vorher. Dies ist mir jedoch inzwischen längst selbst klar geworden...

Was ich toll finde. er möchte von mir auch in Zukunft über meinen Zustand informiert werden. Die nächste Zeit muss zwar mein Chemo-Doc = Internist meine Überwachung übernehmen, ich soll aber trotzdem in einem halben Jahr wieder bei ihm reinscheuen. 



Feng Shui

So sah meine Sockenschublade vor der Säuberungsaktion aus; 59 Paar gestrickte Socken! Und die Lade ließ sich kaum noch schließen, also mussten 25 Paar gehen...

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und das ist die von Schatzi:

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Hab ja schon wieder neue gestrickt.... für mich....

Hier welche mit der Maschine (Garn von Lang yarns)

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 Und jetzt kommen noch zwei Paar handgestrickte; einmal für meinen Schatz zum Geburtstag aus Opal Schafpaten:

Und dann noch ein Paar, das schon ewig in meiner Ufo-Kiste umherdümpelte und nur noch eine Spitze haben wollte. Sehen zwar schön aus, werde ich aber nie mehr auf diese Weise stricken, da sie längs- und nicht querelastisch wurden... Anleitung zu finden bei Tutto (ziemlich weit unten) .

 



Nachsorge

Vorhin war ich zum ersten Teil meiner Nachuntersuchungen des Internisten (= Chemo-Guru). Ich werde mit dem irgendwie nicht richtig warm. Er kommt mir vor wie ein Roboter - so völligst kühl und sachlich.... Es interessiert ihn nur meine Körpersache, alles andere nicht. Hab ihm heute auch von meinen extremen Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen, Nervenirritationen, zeitweisen Gelenkschmerzen (als ob man richtig krank werden würde) und Schweißausbrüchen berichtet (musste mich da echt aufdrängen), aber das interessiert ihn überhaupt nicht. Und ich kannte sowas vor meiner krankheit auch nicht.... Hab ihn gefragt, ob das auch noch Chemo-Nachwirkungen sein könnten - das könne er mir auch nicht sagen..... :gruebel:

Naja, er hat sich meinen Bauch beguckt "Alles bestens abgeheilt" und einen Ultraschall gemacht. Wenn ich nicht nachgefragt hätte, ob alles o.k. wäre, hätte ich das auch nicht erfahren; so musste er mir antworten "JA". Darmspiegelung fällt flach, da ich damals (1.4.10) eine komplette Darmspiegelung erhalten habe. Zum Blutabnehmen muss ich morgen früh nochmal hin, da die heutigen Proben schon abgeholt waren.Eine Überweisung zur CT bekam ich dann noch in die Hand gedrückt.... "Wir sehen uns dann wieder in einem halben Jahr..."


Irgendwie habe ich mir die Nachsorge anders vorgestellt - auch menschlicher....



Mir geht es wieder besser!

Will euch mal etwas beruhigen: Mir geht es seit Sonntag ziemlich gut. Da hab ich uns einen guten Schweinebraten mit selbstgemachten Tiroler Semmelknödeln (Speck drin) gekocht. Hab einen absoluten Diätbruch begangen, und was soll ich sagen? Ich hab es sehr gut vertragen! Und auch mit dem Schlafen ist es viel besser, brauche keine Schlaftabeletten mehr (mag ich eh nicht leiden). Das gibt mir auch wieder Kraft.

Natürlich ist nicht immer alles zum besten. Heute hab ich mal wieder experimentiert und etwas Paprika in unseren Hähnchen-Gemüsetopf gegeben. Das war nicht so gut.... hat zwar prima geschmeckt, aber die Folgen waren nicht so toll. Musste drei Immo.... nehmen, bis ich wieder weiter als 5 Meter von der Toilette weg kam...Auch sind die immer wiederkehrenden Schweißausbrüche und ab und zu die Gelenkschmerzen noch vorhanden.

Seelisch scheine ich langsam auch wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Unterm Strich merke ich doch Besserung von Woche zu Woche.  Habe inzwischen meinen UFO-Korb in Angriff genommen und eine Jacke für mich fertig gestrickt. Noch den Rest zusammennähen und die passenden Knöpfe machen, dann ist sie komplett. War ein Resteprojekt. Ich zeig sie euch dann.

Wünsche euch allen ein schönes Wochenende und ein bisschen Sonnenschein dazu!