karinsocke

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Ungebetener Gast

Nachsorgetermin

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Heute hatte ich wieder mal Nachsorgetermin beim Onkologen. Blutabnahme zwecks Tumor-Marker und eine Ultraschall-Untersuchung. Der Ultraschall war in Ordnung, auf die Blutwerte muss einige Tage gewartet werden.

Habe einen neuen betreuenden Arzt bekommen, der wirklich richtig nett ist. Könnte nur ein bisserl lauter sprechen, musste ien paar mal nachhaken . Er hat mir gleich für morgen Mittag einen Termin zur Darmspiegelung gegeben und jetzt muss ich diesen superleckeren Abführshake trinken und darf nichts mehr bis zur Spiegelung essen. Begeisterung pur - aber wat mutt dat mutt... Und übermorgen habe ich dann schon einen Termin beim Radiologen zum Lunge röntgen bekommen. Phantastisch! Dann ist wieder mal alles innerhalb kürzester Zeit erledigt. 

Nun dürft ihr mir alle eure Däumchen drücken, dass alles weiterhin o.k. ist!

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ohne Befund

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Habe gestern diese unangenehme Untersuchung hinter mich gebracht und kann euch mitteilen, dass, so wie es aussieht, alles in Ordnung ist. Muss halt noch mehr auf meine Ernährung achten... Viele Dinge gehen einfach nicht mehr. Der Tribut, den man zur Heilung einer solchen Krankheit zahlen muss, ist nicht ohne, das ganze Leben und auch meine Einstellung haben sich total verändert. Jedoch möchte ich das alles nicht hier öffentlich berichten.

Eine weitere gute Nachricht: Mein Chirurg veranlasst jetzt, dass ich einen anderen Onkologen bekomme. Mein bisheriger ist ein sehr kühler Mensch, der für meine Fragen auch überhaupt nicht zugänglich war, fühlte mich von dem nur wie eine Sache behandelt, aber nicht als Mensch. Der andere wäre da ganz anders... Da freu ich mich! 

Und zur Sicherheit soll dann auch schon bei der nächsten turnusmäßigen Untersuchung (Im September) eine vorgezogene Darmspiegelung gemacht werden. Meine diversen Beschwerden sind offensichtlich nicht die Regel, mein Chirurg meinte aber, dass wahrschenlich nichts bei der Untersuchung rauskommen würde...., man aber nichts versäumen wolle und solle.

 

 

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Wieder mal zur Kontrolle

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Die letzten zwei Wochen fuhr mein Darm Achterbahn und so habe ich jetzt eine Einweisung ins Krankenhaus von meinem Hausarzt bekommen.

Heute Nachmittag um 15 Uhr habe ich dann erst mal eine ambulante Untersuchung dort bei meinem Chirurgen. Erst Gespräch und dann wieder mal eine Rektoskoopie. Oh, wie ich diese Untersuchung hasse! Aber da ich denke, dass irgendwie was blockiert, muss das eben sein... Mal schauen, was dabei rauskommt.

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Allergietests

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Meine Allergietests habe ich hinter mir. Die waren immer recht kurz, da ich meist schon beim Reibetest ordentlich reagierte. Dann wurde da nimmer weitergemacht; zu heikel. Ganz ausgetestet wurde ich bezüglich der Antibiotika nicht. Hatte mir ja von dem Allergietest versprochen, dass wir rausfinden könnten, welche ich ohne Probleme vertragen würde. Davon hat aber der Allergologe abgeraten, da die mir dadurch zugeführte Chemie evtl. noch weitere Allergien auslösen könnte. Da bin ich jetzt offensichtlich sehr empfänglich. Soll ein Medikamenten-Tagebuch führen, in dem ich alles reinschreibe, was ich so schlucke, ob Nebenwirkungen aufgetrreten sind oder nicht, mit Datum. Naja, so viel wird da nicht zusammenkommen, da ich möglichst keine Medis nehme. Und meinem Hausarzt muss ich es auch mal stecken, dass ich keine Antibiotika möchte, wenn möglich. Der ist da immer ganz schnell mit.

Die getesteten Mittel darf ich nun nie mehr bekommen, da ich eben höchst allergisch darauf reagiere und wenn dann mal in einem Notfall was nötig ist, nix aus deren Familie und dann nur unter ärztlicher Aufsicht. Und falls nochmal Kontrastmittelgabe erforderlich sein sollte, muss ich eben vorher ein Cortisonshake  bekommen... Steht dann alles in meinemneuen Allergiepass.

Ich denke, das wurde alles durch die Chemo ausgelöst, hatte da vorher keine Probleme.

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4 Monate danach...

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Jetzt sind schon vier Monate nach der Rückverlegung meines Stomas vergangen. Möchte euch jetzt über meine derzeitige Verfassung berichten.

Nach anfänglichen großen Schwierigkeiten (über 30 Stuhlgänge pro Tag und Wundsein ohne Ende) hat sich dies inzwischen etwas eingependelt. Bin jetzt bei 5 bis 15. Immer wieder mal auch ganz schön wund, aber meistens nicht.

Es kommt überwiegend auf meine Kost an, muss da sehr aufpassen. Gewisse Lebensmittel gehen immer noch gar nicht, so wie Zwiebeln, Paprika, frische Tomaten, Äpfel, Hülsenfrüchte, Kraut, Fettes und Fritiertes und etliches, das ich erst nach dem Genuß registriere.

Essen in Gasthäusern geht sprichwörtlich immer in die Hose. Man weiß dort ja nie, was da alles in den Soßen z.B drin ist. Also essen wir meist zu Hause. Schade...

Und nun zum seelischen: Nach meiner Reha fiel ich ja in ein richtiges Loch, war fast dauernd am Heulen und erlebte den ganzen Krankheitsverlauf noch mal und zwar intensiv jede Nacht per Kopfkino. Das war echt hart und ich dachte schon, ich muss zum Psychoklempner.

Das habe ich aber jetzt so ziemlich überstanden und verarbeitet. Manchmal kommt es schon noch hoch, besonders an Tagen, an denen ich meine momentane körperliche Unzulänglichkeit durchleben muss und dann kein Weg an Medis vorbeigeht.

Bin auch immer wieder mal sehr vergesslich und irgendwie total ausgepowert. Dies sind m.E. Folgen der Narkosen und der Chemo.

Ich gelte ja jetzt als geheilt, weil der Krebs aus mir heraus ist. Jedoch würde ich lügen, wenn ich behaupten würde, dass so eine Krankheit spurlos an einem vorbei gehen könnte. Menschen, die mich kennen, merken schon, dass meine vorherige Unbefangenheit und Fröhlichkeit ziemlich flöten gegangen ist. Soll aber nicht heißen, dass ich keinen Spaß mehr haben könnte.

Um dies jetzt nicht ganz so negativ stehen zu lassen: Meine Lebensqualität steigt langsam wieder an, jedoch braucht's halt viiiiel Geduld und Selbstdisziplin. Der körperliche Normalisierungsvorgang kann sich bis zu zwei Jahren hinziehen, wird aber wohl nie mehr so sein wie vor der Operation.

Und was mir auch noch hilft, ist unser wunderschönes Hobby Stricken und  meine lieben Freunde und Familie, die immer für mich da sind. Herzlichen Dank dafür!

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